Am Mittwoch, den 11. März 2026, fand im Beerdigungsinstitut Pietät von Rüden die Impulsveranstaltung „Sweetest Tabu – Wie man sich bettet, so liegt man“ statt – ein Abend, der sich einem Thema widmete, das im Alltag oft gemieden wird: der eigenen Endlichkeit und der Gestaltung von Abschied.
Die Veranstaltung, organisiert von der St. Jakobus Hospiz gGmbH Saarbrücken in Kooperation mit Pietät von Rüden, war sehr gut besucht. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung, sich behutsam und zugleich informativ mit Fragen rund um Bestattungsvorsorge, Abschiedskultur und persönliche Wünsche auseinanderzusetzen.
In ihren Vorträgen gaben die Referent*innen Yvonne Schmitz, Fachanwältin für Familien- und Erbrecht, sowie Stefan Kohl, Inhaber des Beerdigungsinstituts, wertvolle Einblicke in rechtliche Aspekte, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und die Entwicklungen moderner Bestattungskultur. Dabei wurde deutlich, wie entlastend frühzeitige Vorsorge für Angehörige sein kann – und wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Vorstellungen auseinanderzusetzen.
Die offene und respektvolle Atmosphäre ermöglichte es den Teilnehmenden, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen. Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde die Gelegenheit zum Austausch bei einem kleinen Imbiss rege genutzt. Viele Besucher*innen kamen miteinander sowie mit den Referent*innen ins Gespräch und teilten persönliche Gedanken und Erfahrungen.
Auch die angebotene Besichtigung der Räumlichkeiten des Beerdigungsinstituts wurde sehr gut angenommen. Sie bot einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit vor Ort und trug dazu bei, Berührungsängste weiter abzubauen.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass es möglich ist, das oft als tabu empfundene Thema Bestattung offen und würdevoll zu behandeln. Für viele Anwesende konnte an diesem Abend eine erste Hemmschwelle überwunden werden – ein wichtiger Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit Abschied und Vorsorge.
Insgesamt war es ein gelungener und bereichernder Abend, der nicht nur informierte, sondern auch zum Nachdenken und zum Dialog anregte.








