13.03.2026

Impulsveranstaltung zur Gründung eines Hospiz- und Palliativnetzwerk im Landkreis Neunkirchen

St. Jakobus Hospiz gGmbH initiiert Koordinierung der neuen Struktur

Mit der Impulsveranstaltung zur Gründung eines regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerks im Landkreis Neunkirchen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der hospizlichen und palliativen Versorgung in der Region gelungen. Auf unsere Einladung hin kamen verschiedene Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen zusammen, um die Grundlage für eine künftig noch engere und abgestimmte Zusammenarbeit zu schaffen.

Ziel des neu gegründeten Netzwerks soll es sein, die bestehenden Angebote im Landkreis Neunkirchen besser miteinander zu verknüpfen, Versorgungslücken zu erkennen und gemeinsam an einer sektorenübergreifenden, qualitativ hochwertigen Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen zu arbeiten. Auch die Unterstützung ihrer Angehörigen soll durch die stärkere Vernetzung nachhaltig verbessert werden.

Wir bringen in diesen Prozess unsere langjährige Erfahrung ein. Als gemeinnützige Einrichtung begleiten wir seit mehr als 30 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen ambulant – sowohl Erwachsene als auch Kinder. Besonders das spezialisierte Kinderpalliativteam, das im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung Familien im Saarland und im Raum Hermeskeil unterstützt, steht beispielhaft für die umfassende Expertise der Einrichtung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass die vorhandenen Versorgungsangebote im Landkreis Neunkirchen eine wertvolle Grundlage bilden, zugleich aber eine stärkere Koordination und verbindliche Zusammenarbeit notwendig sind, um den vielfältigen Bedürfnissen Betroffener gerecht zu werden. Während in nahezu allen anderen Landkreisen bereits entsprechende Netzwerke bestehen, soll diese Struktur im Landkreis Neunkirchen nun erstmals geschaffen werden.

Das regionale Hospiz- und Palliativnetzwerk orientiert sich an den Vorgaben des § 39d SGB V. Wir wollen dabei die zentrale Rolle der Planung des Netzwerkes übernehmen, um die Organisation, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks zukünftig in eine eigenverantwortliche Arbeit zu überführen.

Mit der geplanten Gründung soll ein gemeinsames Zeichen gesetzt werden: für mehr Zusammenarbeit, für kurze Wege zwischen den Beteiligten und für eine verlässliche Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Das Netzwerk soll künftig Raum für fachlichen Austausch, gemeinsame Fortbildungen und abgestimmte Aktivitäten bieten und so einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft im Landkreis Neunkirchen leisten.