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Saarbrücker Hospizgespräch im August an gewohnter Stelle im Haus der Ärzte

Sanitätsrat Dr. med. Josef Mischo spricht über die Rolle der Ärzteschaft in bewegten Zeiten

Sanitätsrat Dr. med. Josef Mischo, Geschäftsführer der Ärztekammer des Saarlandes, konnte viele Interessierte an gewohnter Stelle im Haus der Ärzte zum Saarbrücker Hospizgespräch begrüßen. In seinem Vortrag zum Thema „Weitreichende Grundrechtseinschränkungen in der Pandemie, unbedingte Selbstbestimmung beim assistierten Suizid?“ beleuchtet er die Rolle der Ärzteschaft in bewegten Zeiten.

Laut Statistik gibt ist in 100 Jahren 1-2 Pandemien. Corona kam demzufolge nicht überraschend. Bereits im Jahr 2012 lag der Regierung hierzu ein Risikobericht vor. Die Pandemie und die damit einhergehenden gesetzlichen Bestimmungen führten zu einer medizinischen Unterversorgung der schwerkranken und sterbenden Menschen, obgleich Hospiz- und Palliativdienste bei den Kontaktbeschränkungen ausgenommen waren. Die interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit war erschwert, die Vereinsamung nahm zu, die Isolierung sowie die fehlenden Berührungen wirkten sich negativ auf das Wohlbefinden der Patient*innen aus. Die Entscheidungen der Verantwortlichen waren zum einen von Angst vor dem unbekannten Virus, vor einer negativen medialen Berichterstattung sowie von nicht beherrschbaren organisatorischen Herausforderungen und zum anderen von Sicherheitsdenken bestimmt. Die Pandemie gibt uns aber auch die Chance, unsere persönliche Haltung zu überdenken und festzulegen. Wesentliche Kriterien sind dabei rechtzeitig Vorsorge zu treffen und das Problembewusstsein zu schaffen „Wir müssen lernen, mit der Unsicherheit zu leben und zu handeln. Nur so kann es gelingen in Zukunft solche Krisen besser zu beherrschen“, schließt Dr. Mischo seinen spannenden Vortrag ab und stellt sich den Fragen der Anwesenden.

 

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