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v.l.n.r.: Rafaela Alter, Alice Münz, Dorothe Schmidt, Carmen Folz

Lichterbaum

Gedenkkarten

Kirche

Gedenken an Verstorbene

Zweimal jährlich gestaltet das St. Jakobus Hospiz einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die von ihm betreuten Verstorbenen.

Die Zahl derer, die der Einladung am 30.08.2016 gefolgt sind zeigt, wie wichtig das gemeinsame Erinnern ist.

Wir können Tränen vergießen, weil sie gegangen sind….

 „Trauer ist nichts Leichtes, sie ist düster und macht einen schwer. Trauer kann einen lähmen – so sehr manchmal, dass man das Gefühl hat, das eigene Leben bleibt stehen, während alle anderen Menschen um einen herum weiterleben“. Diese einleitenden Worte von Claudia Hennrich konnten die anwesenden Hinterbliebenen gewiss voll und ganz bestätigen.

Einen Menschen zu verlieren ist unfassbar schwer zu ertragen. Den Alltag, den man geteilt hat, alleine bestreiten zu müssen, erfordert immense Kraft. Soviel was einen schmerzhaft daran erinnert, dass der geliebte Gefährte fehlt. Besonders nach der anstrengenden und intensiven Zeit der Pflege, ist die Stille oftmals kaum auszuhalten.

Wenn es auch nur ein paar Stunden waren, so sollte der ökumenische Gottesdienst und das anschließende Beisammensein des St. Jakobus Hospiz Saarbrücken doch ein kleines Zeichen dafür sein, dass Trauernde in dieser schweren Zeit nicht alleine sein müssen und dass keiner der Verstorbenen vergessen ist.

Auf Wunsch der Hinterbliebenen wurden von ehrenamtlichen Mitarbeitern die Namen der Verstorbenen verlesen und die jeweilige Gedenkkarte um einen Lichterbaum gelegt.

Dass der Gottesdienst etwas ganz besonderes wurde, war nicht zuletzt der liebevoll ausgewählten Musik zu verdanken. Unter der Leitung von Alice Münz und mit Unterstützung des Organisten Christoph Bremer, berührte das eigens für diesen Gedenkgottesdienst zusammengestellte Quartett mit seinem wunderbaren Gesang die Seelen der Besucher.

Oder wir können lächeln, weil sie gelebt haben…..

Rückblick halten, sprechen über die Verstorbenen. Auch denen, die berufsmäßig die Verstorbenen begleitet haben, tat das gemeinsame Erinnern gut.

Beim gemütlichen Zusammensein passierte es dann ganz von alleine, dass neben den traurigen Dingen, auch die schönen Momente in Worte gefasst wurden, dass unter Tränen gelacht wurde. Tränen und Lachen, beides ist erlaubt, beides ist wichtig auf dem Weg durch die Trauer. Vielleicht hilft diese Erfahrung nach dem Gottesdienst zu erahnen, dass sich auch der schlimmste Schmerz verändern wird, dass die Erinnerungen irgendwann viel öfter in schönen Momenten mit den Verstorbenen verweilen, dass das Lachen zurückkehren darf. Und irgendwann kann man dann tun, was sie sich bestimmt gewünscht hätten:

Wieder lächeln lernen,
die Augen wieder öffnen,
lieben und leben.


Wir danken allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben

Hilfestellung für Trauernde bietet das St. Jakobus Hospiz in Form von monatlichen Gesprächskreisen, Einzelgesprächen oder im Trauercafé an.
Infos unter: 0681/ 9 27 00-16

Der nächste Gedenkgottesdienst findet am 07.03.2017 statt.

Text und Bilder: Ambulanter Hospizdienst